Diving
 | Raja Ampat liegt im Herzen des sogenannten „Korallendreiecks“ zwischen Sumatra, Neuguinea und den Philippinen. Dieses Gebiet birgt die meisten tropischen Meerestiere der Welt. Fast 1000 Fischarten, 700 Molluskenspezies (Schnecken, Muscheln und Kopffüßer) und 500 Korallenarten sind bislang bestimmt worden, dies ist mehr als in der gesamten Karibik oder am Großen Barriereriff vor Australien verzeichnet ist. „Es sieht so aus, als hätten wir es hier mit der artenreichsten Region der Weltmeere zu tun. Mit der Krone der Schöpfung im Ozean.“ Mark Erdmann (2006 an Bord der Shakti, zusammen mit Fischkundler Dr. Gerry Allen und einem Wissenschafts-Team des GEO Magazins) Wer den wahren Fischreichtum Raja Ampats erleben will, muß mit Strömung rechnen. Korallen – besonders Weichkorallen gedeihen besonders gut in strömungsreichen Gewässern, da sie Plankton und Mineralien aus dem Wasser filtern müssen. Über wie unter Wasser besteht Raja Ampat größtenteils aus bizarren Kalksteininseln, scharfkantigen Felsen und Lagunensystemen. Der poröse Kalkstein bietet vielen Unterwasserbewohnern Unterschlupf und Herrberge. |




Click to enlarge | Die Haipopulation in Raja Ampat ist nicht besonders hoch, doch sind neben den Weißspitzen- Schwarzspitzen- und Grauen Riffhaien einige sehr besondere Haiarten zu sehen, so z.B. Epaulette- und Wobbeygonghaie, Bamboo und Ammenhaie. Große Schulen von Barakudas, Fussilieren, Trevallies und Tunfischen durchkreuzen die Gewässer Raja Ampats – auch Mantarochen, Adlerrochen und Schulen von Teufelsrochen sind regelmäßig anzutreffen. Sie werden angnelockt von planktonreichen Tiefseeströmungen, die an vielen Küsten aufsteigen. Wem es die Makro-Unterwasserwelt angetan hat, kommt auch in Raja Ampat auf volle Kosten: Pigmy Seepferdchen, farbenprächtige und seltene Mollusken, Geisterfetzenfische, Krokodilfische und vieles mehr machen die ohnehin atemberaubenden mit Korallen bewachsenen Tauchgebiete zu einem unvergesslichen Tauch-erlebnis. Die Inselwelt Raja Ampats kann vor allen Dingen deshalb so viele Arten beheimaten, da sie so labyrinthisch gewachsen ist: die zerklüftete Gestalt des Archipels bietet viele verschiedene Lebensräume – Steilwände, Saum- und Barriereriffe, Atolle sowie überflutete Höhlen und Unterwasserberge. Meeresschildkröten und vereinzelt Seekühe finden in Seegraswiesen Weidemöglichkeit, auch durchqueren sie gerne das flache Wasser der Mangrovengebiete. Solche Mangrovenhaine stellen ein weiteres, sehr interessantes Ökosystem dar: Schützenfische, Mollusken und Weichkorallen im flachen Wasser machen diesen Lebensraum zu einem besonderen Unterwassererlebnis. Auch trifft man ofmals auf Junghaie und –rochen. Die Mangroven bieten eine perfekt geschützte Kinderstube für Jungfische. So finden viele Muttertiere ihren Weg in beschriebene Umgebung um zu gebähren.
Angesteuerte Inseln: Nord-Raja Ampat: Penemu, Kawe, Waigeo (u.a. Alyui Bay), Bag, Wayag Zentral Raja Ampat: Dampier Strait (Kri, Mansuar, Myoskon, Fri Win, Kerupiar) Süd Raja Ampat: Misool-Gebiet - Daram, Efpian, Wagmab, Farondi, Jilliet, Kalig, Pele, Wayil
Highlights Penemu: Regenwaldumhüllte Kalksteininseln fernab jeglicher Zivilisation – ein Land vor unserer Zeit Tauchen: Strömungsaffektierte Steilwände, hervorragende Nachttauchplätze Waigeo/Gam: Als eine der größten Inseln in Raja Ampat hat Waigeo auch landschaftlich viel zu bieten. Wunderschöne Ankerplätze in mangrovenumsäumten Buchten. Hier bieten sich Ausflüge in den dichten Dschungel an – besonders die Insel Gam beheimatet viele seltene Vogel- und Reptilienarten. Tauchen: Pinnacles, flache Riffe, aber auch tiefere Talverbindungen zwischen kleineren Inseln bieten eine unglaubliche Anzahl an großen und kleinen Riffbewohnern. Teppich- und Epaulettenhaie sind keine Seltenheit. Wayag: Atemberaubende Lagunenlandschaft, die zur Speedboot-tour oder Kayaking einlädt. Die Szenerie rumd um Wayags schroffe Kalksteinfelsinseln erinnert an das Palau-Archipel und verzaubert seine Besucher mit unbeschreiblicher Flora und Fauna über und unter Wasser. Papageien, wilde Orchideen und türkiesblaues Wasser in friedvoller Stille. Tauchen: Starke Strömungen an Pinnacles und treppenartig abfallenden Riffterassen. Großfische und große Fischschulen. Wayags Buchten bieten auch für Makrofans ein aufregendes Programm
Kabui Passage: Mangrovengesäumte, dicht bewaldete Passage zwischen den Inseln Waigeo und Gam. Smagagdgrünes Wasser, Geräusche von Vögeln und Insekten aus der üppigen Bewaldung machen Kabui Passage zu einem einzigartigen Erlebnis. Tauchen: Die Kabui-Passage ist ein sehr spezieller Tauchgang: starke Strömungen pressen Wassermassen zwischen den beiden Hauptinseln hindurch und nähren somit vielzählige Weichkorallenarten schon im sehr flachen Bereich. Da die tiefste Stelle des Tauchplatzes 12-14m mißt, bietet sich die Kabui-Passage als Abschlußtauchgang am letzten Tauchtag an. Die Mangroven gehen nahezu nahtlos in die bunte Unterwasserwelt über, ein Farbenspiel der besonderen Art und ein Highlight für Makrobegeisterte. (Auch ein interessanter Nachttauchgang möglich!) Daram/Efpian: Schwarze Kalksteinfelsen recken aus tiefblauem Wasser empor, einzige Bewohner über dem Meeresspiegel Vögel, Krustentiere, die die schroffen Inseln bevölkern. Das wahre Leben spielt sich unterwasser ab: Tauchen: Farbenprächtige Weichkorallen umhüllen die bizarren Felsen, unzählige Rifffische geben der Szenerie eine zusätzliche Dimension. Große Schulen von Fledermausfischen ziehen an den Riffen vorüber. Farondi/Wagmab: Paradisische Buchten und schroffe Felswände bilden die Küsten dieses Gebiets, auch sind hier einige interressante Höhlen über und unterwasser zu finden. Tauchen: Aufgrund der Strömungen gedeihen hier eine Vielzahl verschiedenster Korallenarten wie Leder- Gorgonienfächer- und Peitschenkorallen. Gelegentlich ziehen hier auch große Schulen von Büffelkopfpapageienfischen vorbei. Flach abfallende Treppen und Unterwasserhöhlen machen dies zu einem interressanten Lebensraum für viele Kleinstlebewesen (Mollusken und Kopffüßler). Kri/Mansuar: Dieses Gebiet im Herzen Raja Ampats stellt das am dichtesten besiedelte des Archipels dar. Die Inseln sind von vielen flachen Atollen umgeben, die Küsten sind von weißen Sandstränden gesäumt. Tauchen: Gesunde Riffe, die bis nur einige Meter unter die Wasseroberfläche ragen. Barrakudaschwärme und vereinzelt Haie ziehen an den Riffkanten entlang, oftmals sind Schildkröten und Königsmakrelen anzutreffen. Am fischreichsten sind auch diese Tauchreviere mit einer mäßig bis starken Strömung.
|
|